Wegekreuze in Rosellen
Matthias-Kreuz
Erinnerungen an die Rosellener Matthias-Pilger werden beim Anblick dieses Kreuzes wieder wach. An der Kreuzung der Kreisstraße 30 mit der nach Rosellen führenden Straße Am Kirchbusch stand zuvor ein Matthias-Kreuz, welches immer wieder das Ziel von Zerstörungswut wurde. Daher entschied sich die Schützenbruderschaft St. Peter und Paul im Jahr 1994 dieses Kreuz an seinem heutigen Standort neu zu errichten.
Zollkreuz
Zölle wurden bereits seit dem 16. Jahrhundert an der Nebenzollstelle erhoben, die sich neben diesem Kreuz befunden hat. Die Händler passierten mit ihren Fuhrwerken den Schlagbaum zwischen dem Herzogtum Jülich und dem Kurfürstentum Köln, um ihre Waren weiter auf dem Bruchrandweg nach Neuss zu transportieren. Das Kreuz trägt in blauer Farbe die Inschrift: Crucevixe Miserere – Gekreuzigter erbarme Dich
Wegekreuz von Peter Müller und Catharina Cappel
Zu den weitläufigen Ländereien des Elvekumer Hofes gehörte auch das Flurstück mit der Bezeichnung Gotteslinde, wo die Eheleute Müller das Kreuz unter einer Linde aufstellen ließen. In den 1960er wurde es wegen des Baus der A57 an seinen heutigen Standort versetzt. Verborgen auf der Rückseite des Kreuzes befindet sich die folgende Inschrift: Errichtet im Jahre 1855 am 16. Juni von den Eheleuten P. Jos. Müller – Cath. Müller geb. Cappel.
Wegekreuz Heinrich Düsterwald - Cacilia Schieffers
Die Pächter des nahegelegenen Kuckhofs, der sich im Besitz des Stifts St. Georg in Köln befand, haben dieses Kreuz aufstellen lassen. Die fehlenden Worte der beschädigten Inschrift sind zwar schwierig zu rekonstruieren, lassen sich dennoch sinnvoll ergänzen. Der Text könnte daher lauten: CRVX SACRA CHRISTO TVIT ERECTA AB HENRICO [DÜST]ERWALT AC [CEC]ILIA SCHIEF[F]ERS – CONIVGIBVS DEFENDENTIBVS A PR C[AP S GEORGI]
Heiligenhäuschen St. Matthias
Dem Vandalismus an dem Wegekreuz, welches an dieser Stelle stand, wurde mit dem Neubau des Heiligenhäuschens ein Ende gesetzt. Während der Feierlichkeiten des Antoniusfestes im Jahr 1993 hatte de Bömmelclubs die Idee, ein solides Haus zu bauen, das den Attacken von Randalierern stand hält. Der Bömmelclub hat sich im Jahr 1986 gegründet, um die Reparatur der Glocke der St. Antoniuskapelle in Schlicherum zu finanzieren.
Heiligenhäuschen St. Josef
Zwar wurde das Häuschen schon im Jahr 1873 errichtet, jedoch erst im Jahr 1883 dem heiligen Josef gewidmet. Der Schreiner Joseph Mayer baute gemeinsam mit anderen Bürgern das Häuschen. Die Widmung an den heiligen Josef lag nahe, da er auch der Schutzpatron der Schreiner ist. Folglich lautet die Inschrift: „heiliger Josef, bitte für uns – erbaut 1873 dem hl. Josef gewidmet 1883“.
Heiligenhäuschen St. Marien
An der Grenze zwischen Neuss-Allerheiligen und Dormagen-Nievenheim steht das Heiligenhäuschen direkt neben der L380 unter schattigen Bäumen. An dieser Stelle trafen sich die Wege, die von Allerheiligen nach Nievenheim und von Rosellerheide nach Delrath führten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der alte Bildstock zerstört und an gleicher Stelle mit Ziegelsteinen neu errichtet. In der Nische befindet sich ein Marienbildnis.
Kapellchen Allerheiligen
Für die Madonnenfigur aus dem ehemaligen Kloster Gnadental wurde mit dem Bau der Kapelle ein würdiger Platz geschaffen. Im Jahr 1967 musste die Kapelle wegen der Straßenerweiterung abgebrochen werden. Der Neubau war ein rechtwinkliges Gebäude mit einem Flachdach im typischen Stil dieser Zeit. Bei einem weiteren Umbau im Jahr 1997 erhielt die Kapelle das heutige Spitzdach und die Vorderseite wurde verklinkert.